Kurz vor 1900 gab es erste deutsche Siedlungen auf dem Gebiet des heutigen Kasachstans, das damals zum Russischen Zarenreich gehörte.
Vor allem seit dem 2. Weltkrieg wurden Deutsche, die seit Jahrhunderten an der Wolga gelebt hatten – aber auch Deutsche aus dem Schwarzmeerraum, aus dem Kaukasus, von der Krim und aus Wolhynien – nach Kasachstan zwangsumgesiedelt und verbannt. Oft mussten sie Zwangsarbeit in sowjetischen Arbeitslagern verrichten.
Besonders in den 1990er-Jahren, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, kehrten viele als (Spät-)Aussiedler nach Deutschland zurück.
Bis 1989 lebten ca. 1 Million Deutsche in Kasachstan, heute sind es noch ungefähr 223.000 (Agentur für Statistik der Republik Kasachstan, Stand: 2025).
Die Deutschen, die aus Kasachstan nach Deutschland ausgewandert sind, werden zu den Russlanddeutschen gezählt, einer der größten Migrantengruppen in Deutschland.